Auch eine ausgebuchte Praxis kann zahlungsunfähig werden. Zwischen Behandlung und Geldeingang liegen Wochen, während Gehälter und Miete pünktlich fällig werden.
Die typischen Fallen
- Abrechnungsverzug. Wenn nur einmal im Monat abgerechnet wird und die Zahlung mehrere Wochen dauert, finanzieren Sie die Kassen vor.
- Absetzungen. Fehlerhafte Verordnungen werden gekürzt. Eine konsequente Rezeptprüfung vor der Abgabe sichert direkt Ihren Umsatz.
- Die Steuerfalle im dritten Jahr. Auf ein erstes gutes Jahr folgen die Nachzahlung und gleichzeitig höhere Vorauszahlungen.
- Saisonlöcher. Ferienzeiten, Krankheitswellen im Team und Feiertagsmonate drücken den Umsatz.
Gegenmaßnahmen
Rechnen Sie häufiger ab oder nutzen Sie die Vorfinanzierung über das Abrechnungszentrum, nachdem Sie Kosten und Nutzen geprüft haben. Führen Sie ein separates Steuerkonto, auf das monatlich eine feste Quote fließt. Halten Sie eine Kontokorrentlinie als Sicherheitsnetz vor, nicht als Dauerlösung. Eine einfache Liquiditätsvorschau über 12 Wochen reicht aus.
Als Richtwert sollten zwei bis drei Monats-Fixkosten als Reserve vorhanden sein. Alles darüber sollte arbeiten.
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