Gut laufende Praxen haben oft ein stilles Problem: Auf dem Geschäftskonto liegen sechsstellige Beträge, die Jahr für Jahr an Kaufkraft verlieren. Meist fehlt nur die Struktur, um zu erkennen, wie viel davon wirklich gebraucht wird.
Topf 1 – Betriebsliquidität
Hier liegen 2–3 Monate Fixkosten (Gehälter, Miete, Leasing) täglich verfügbar. Das fängt Abrechnungsverzögerungen und Sommerlöcher ab.
Topf 2 – Steuer und geplante Investitionen
Er enthält Einkommensteuer-Nachzahlungen und die angepassten Vorauszahlungen, die Wachstumsjahre oft mit Verzögerung treffen, außerdem Geld für geplante Anschaffungen. Tages- und Festgeld passen hier gut: Die Anlage ist sicher und planbar und bringt trotzdem Zinsen.
Topf 3 – Langfristiges Vermögen
Alles darüber hinaus sollte langfristig arbeiten. Dafür kommen ein breit gestreutes Wertpapierdepot, Immobilien und geförderte Altersvorsorge infrage.
Das Klumpenrisiko Praxis
Als Inhaber steckt Ihr größtes Klumpenrisiko in der Praxis selbst. Ihr Privatvermögen sollte deshalb bewusst unabhängig von ihr aufgebaut werden. Andernfalls hängen Einkommen, Altersvorsorge und Vermögen alle am selben Standort.
Hinweis: Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung.
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